mattetreppen_bfm_medium.png

Themenfelder

mattetreppen_bfm_small.png

Mobilitätsmanagement Öffentliche Hand

Mat­te­trep­pen Bern

Verbesserung des (subjektiven) Sicherheitsempfindens

Die vier historischen «Mattetreppen», dienen als enge, verwinkelte, überdachte und von Mauern umschlossene Verbindungen zwischen der Altstadt und dem Matte-Quartier. Die Fricktreppe, die Nydeggtreppe, die Burgtreppe und die Mattentreppe sind historisch bedeutend und bieten einzigartige Einblicke in die anliegenden Gärten. Dennoch sind sie aufgrund ihrer Konstruktion für viele Menschen Angsträume, in denen sich Passant:innen schutzlos und ausgeliefert fühlen. 

Für die Bewohner:innen der Matte sind die Treppen ein wichtiger Bestandteil des täglichen Weges zwischen Zuhause, Arbeitsplatz, Ausbildungsort sowie Freizeit- und Ausgehlokalen. Es sind Wege, welche nicht selten allein und zu späteren Uhrzeiten, wenn es dunkel ist, bewältigt werden. Aus Angst meiden viele nachts diesen direktesten Nachhauseweg. Diese Situation hat dazu geführt, dass ein Postulat aus dem Stadtrat Lösungen für die Mattetreppen fordert. Um das (subjektive) Sicherheitsgefühl zu verbessern, hat die Fachstelle Fuss- und Veloverkehr die Büro für Mobilität AG in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gleichstellung in Geschlechterfragen sowie unter Einbezug der städtischen Denkmalpflege beauftragt Massnahmen zu erarbeiten. Ziel war es, attraktive und sichere Fussverbindungen in die Matte zu schaffen.  

Im Rahmen partizipativer Spaziergänge mit Anwohnenden und Fachorganisationen wurden Massnahmen zur Verbesserung der vier Treppen entwickelt. Gemeinsam wurden die Treppen begangen, über das Sicherheitsempfinden diskutiert und mögliche Verbesserungen gesammelt. Anschliessend wurden die Ideen zusammengefasst und priorisiert. Daraus entstanden verschiedene Handlungsfelder, insbesondere Beleuchtung, Sauberkeit und Hindernisfreiheit, die von der Stadt als prioritär eingestuft wurden.

Erste Massnahmen, Verbesserungen bei der Beleuchtung und Kontrastmarkierungen, wurden Anfang Sommer 2026 umgesetzt. Weitere Massnahmen, darunter zusätzliche Handläufe, folgen. Eine Evaluation soll zudem untersuchen, wie sich die umgesetzten Massnahmen auf das Sicherheitsempfinden der Treppensteigenden auswirken.