Erarbeitung eines räumlichen Entwicklungsbildes für das gesamte Bahnhofgebiet – Vorstudie und Vorprojekt
Der Bahnhof Grosshöchstetten bildet das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Ort und dient als zentraler Umsteigepunkt zwischen Bahn, Bus, Velo, Auto und Fussverkehr. Der Gemeinderat arbeitet gemeinsam mit der BLS an der Weiterentwicklung des Bahnhofareals. Um das Projekt voranzubringen, wurde die Büro für Mobilität beauftragt, ein Gesamtkonzept für das Areal zu erarbeiten und konkrete Massnahmen zu entwickeln. Die entsprechende Vorstudie wurde bis Dezember 2025 abgeschlossen; derzeit arbeitet das bfm am Vorprojekt.
Vorstudie
Ziel ist eine umfassende Modernisierung des Bahnhofs und seiner Umgebung – funktional, gestalterisch und betrieblich. Der Standort soll zu einem zukunftsfähigen Mobilitätshub entwickelt werden, der verschiedene Verkehrsmittel effizient miteinander verknüpft und neue Mobilitätsangebote integriert. Dabei werden insbesondere die Massnahmen aus dem Mobilitätskonzept der Gemeinde Grosshöchstetten sowie aus dem Agglomerationsprogramm berücksichtigt.
Als erster Schritt wurden zwei Workshops veranstaltet, um die Vision und die gewünschten räumlichen Massnahmen auf dem Bahnhofsareal partizipativ mit relevanten Akteur:innen zu entwickeln. Basierend darauf wurde die räumliche Vorstudie erarbeitet. Dabei wurden hauptsächlich hindernisfreie Bushaltestellen und Fusswegverbindungen zum Bahnhof projektiert, attraktive Wartebereiche und Umsteigebeziehungen zwischen den Verkehrsmitteln entwickelt sowie die Neugestaltung der Park-and-Ride und Bike-and-Ride-Anlagen geprüft. Ebenfalls Teil der Arbeiten sind die Integration von Shared-Mobility-Angeboten sowie die Abstimmung mit dem Pilotprojekt Mobility-on-Demand. Parallel dazu wurden städtebauliche Aufwertungen und Verdichtungsmöglichkeiten geprüft, etwa die Modernisierung des BLS-Gebäudes mit Kiosk, WCs und Warteraum, die Neugestaltung der Aussenräume und Massnahmen zur Klimaanpassung.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeiten ist die enge Abstimmung mit den verschiedenen Anspruchsgruppen und Teilprojekten, insbesondere mit der BLS, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung, dem OIK II sowie der PostAuto AG.
Am Ende der Vorstudie wurde eine öffentliche Mitwirkung für die Bevölkerung erstellt. Diese erfolgte in Form eines Online-Fragebogens, der von der Bevölkerung ausgefüllt werden konnte, ergänzt durch eine Informationsveranstaltung mit Projektpräsentation und Fragerunde. Die Rückmeldungen daraus flossen in die weitere Ausarbeitung im Vorprojekte ein.
Vorprojekt
Da die BLS gleichzeitig in der Zielbilderarbeitung 2035+ ist, wird das Bahnhofareal in zwei Etappen geplant. Die Etappe 2028 umfasst kurzfristig realisierbare Massnahmen, während die Etappe 2035+ als übergeordnetes Zielbild dient und grössere Infrastrukturveränderungen durch die BLS beinhaltet.
Im Vorprojekt werden die Inhalte der Bauetappe 2028 aus der Vorstudie vertieft ausgearbeitet, gemäss Detaillierung SIA-Phase 31. Die gleichzeitig laufende Planung der Kantonsstrasse befindet sich noch auf Stufe Vorstudie, es wird in der Bearbeitung jedoch eng mit dem Kanton zusammengearbeitet, um rund um den Bahnhof einen sicheren Strassenraum für Fuss und Velo zu realisieren. In diesem Kontext wurde auch die Verlegung der Bushaltestelle und Wendeschleife, sowie die Haltestelle für Ersatzbusse der BLS neu geplant. Um die Machbarkeit der Wendeschlaufe auf dem Areal mit Parkplätzen und Veloabstellplätzen zu überprüfen, wurde zusätzlich eine Testfahrt mit PostAuto organisiert.
Weiter wird das Umsetzungskonzept für ein mögliches Veloverleihsystem in der Gemeinde ausgearbeitet und mit den Nachbargemeinden abgestimmt.