Unterstützung der Stadt Bern bei der Ausschreibung
Die Stadt Bern hat sich zum Ziel gesetzt, das Angebot an Veloabstellplätzen im Raum Bahnhof Bern bis 2030 auf 10‘000 zu verdoppeln. In einem ersten Mandat, welches das bfm für die Stadt Bern 2020 bis 2022 durchführte, wurden neben Erfassungs-, Informations- und Leitsystemen auch die verschiedenen Arten von Zutritts- und Bezahlsystemen für Velostationen erfasst, ihre Stärken und Schwächen bewertet und die Anforderungen der Stadt an diese Systeme definiert. Im Anschluss an diese Analyse führte die Stadt Bern 2023-2025 in den Velostationen Welle7 und Postparc ein Pilotprojekt durch, bei dem die Velos während der ersten 24 Stunden kostenlos abgestellt werden können. Danach wird bei längerem Abstellen ein Tarif erhoben. Die Bezahlung erfolgt durch die Kund:innen auf freiwilliger Basis nach dem «Vertrauensprinzip».
Darauf aufbauend sollte für diese beiden Velostationen eine Ausschreibung für ein Pilotprojekt für ein Zutritts- und Bezahlsystems durchgeführt werden. Basierend auf den Ergebnissen des Vorprojekts erarbeitete das bfm ein Konzept, das auf dem „Post-Pay“-Prinzip basiert. Dies ermöglicht das Bezahlen der Parkgebühr beim Abholen des Velos, anstelle des Lösens eines Parktickets für eine bestimmte Zeitdauer beim Abstellen. Anschliessend wurden die nötigen Dokumente und Unterlagen für die öffentliche Ausschreibung verfasst. Die Ausschreibung wurde so konzipiert, dass bei erfolgreichem Pilotbetrieb weitere Velostationen als Optionen abgerufen werden konnten. Dadurch bewegte sich die Ausschreibung im Staatsvertragsbereich und war äusserst komplex, da noch unklar ist, welche und wie viele Velostationen die Stadt Bern zukünftig erstellen wird.
Da keiner der offerierenden Anbieter alle Anforderungen der Stadt an das zukünftige Zutritts- und Bezahlsystem erfüllen konnte, wurde die Ausschreibung im Sommer 2025 ohne Auswahl abgeschlossen.